Osteologie
Als Schwerpunktpraxis für Osteoporose sind wir fest in das Kompetenznetz Osteologie Pfalz (KOP) eingebunden.
Ziel ist die Verbesserung der Früherkennung, Aufklärung und Behandlung der Osteoporose. Dies erreichen wir durch die Orientierung an den aktuellen Leitlinien zur Behandlung der Osteoporose. Modernste und international empfohlene Messverfahren stehen in der Praxis zur Verfügung.
Definition
Die Osteologie (von griechisch osteon = Knochen, logos = Wort) ist die Lehre von den Knochen bzw. vom Skelettsystem.
Ein Teilbereich der Osteologie stellt die sog. Osteoporose dar. Hierunter versteht man eine Erkrankung des Skelettsystems mit Verlust bzw. Verminderung von Knochensubstanz und -struktur. Folge davon ist eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche.
Diagnose
Wichtigste Diagnoseschritte sind eine ausführliche Anamnese, orthopädische Untersuchung einschließlich Muskelfunktionsmessung, Knochendichtemessung (s.unten), Röntgenbild u. bei Bedarf eine Laboruntersuchung.
Gemessen wird die Knochendichte in unserer Praxis mittels Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA oder DEXA - engl. dual-energy-x-ray-absorptiometry). Auf ihr basiert auch die Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und mit ihrer Hilfe wird der T-Wert ermittelt, der einer statistischen Größe entspricht und auch für vergleichende Folgemessungen gut geeignet ist. Andere Messverfahren, wie z.B. pQCT u. Ultraschallmessung der Ferse sind nach aktuellem Stand nicht Standardverfahren und deshalb nicht empfohlen für die Beurteilung einer Therapienotwendigkeit. Außerdem ist eine Verlaufsbeurteilung der Knochendichte mit diesem Verfahren nicht möglich.
Therapie der Osteoporose
Wird eine Osteoporose rechtzeitig erkannt, ist sie heutzutage erfolgreich standardisiert behandelbar. Die Therapie besteht abhängig von der Schwere der Erkrankung aus allgemeinen und spezifischen Maßnahmen. Die beste Therapie ist jedoch eine gute Vorbeugung (allgemeine Maßnahmen):
- Ausreichend körperliche Belastung
- Verbesserung von Muskelkraft u. Koordination
- Ausgewogene und calciumreiche Ernährung
- Viel Sonnenlicht im Sommer unter entsprechendem Hautschutz
- Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum
An spezifischen therapeutischen Maßnahmen gibt es mittlerweile mehrere Medikamente mit gut erwiesener Wirksamkeit. Welches Präparat angewendet werden sollte, muss unbedingt durch einen Osteologen individuell entschieden werden.
Weitere Informationen auf der Website der Orthopädischen Gesellschaft für Osteologie e.V.